Auf dem diesjährigen Regional- und Kunsthandwerkermarkt lag ein köstlicher Duft in der Luft. Schon von Weitem konnte man riechen, dass der Dorfbackofen wieder in Betrieb war. Angela und ihr Backofen-Team hatten seit den frühen Morgenstunden Glut entfacht und Teig geknetet. Holzofenbrot, Brotkuchen und allerlei Pikantes wurden im Wechsel eingeschoben und sorgten für eine unwiderstehliche Atmosphäre rund um den Stand.
Am Vormittag bedienten Daniela und Claudia die lange Schlange der Besucher mit einem Lächeln und viel Geduld. Ein Kunde, der eigens aus dem Nachbardorf gekommen war, stellte sich erwartungsvoll an. Als er an die Reihe kam, entschied er sich für ein noch warmes Stück Schlemmerzunge und ein frisches Laib Holzofenbrot.
„Das duftet ja wie bei meiner Großmutter früher“, sagte er begeistert, während er sein erstes Stück probierte. Die Augen leuchteten, und er nickte voller Anerkennung. „So etwas bekommt man heute kaum noch. Einfach großartig!“
Zu Mittag übernahmen Carola und Gabi den Verkauf, denn die Nachfrage riss nicht ab. Immer wieder eilte jemand vom Backofen herbei, um frischen Nachschub zu bringen. Gemeinsam schaffte es das gesamte Team, die Besucher nicht nur zu versorgen, sondern ihnen ein Stück echte Dorfgemeinschaft und Tradition mitzugeben.
Der Kunde verabschiedete sich schließlich mit einem zufriedenen Lächeln, sein Brot fest unter dem Arm. Noch auf dem Heimweg dachte er daran, wie viel Herzblut in dieser Arbeit steckte – und dass er im nächsten Jahr gewiss wiederkommen würde.